Erlebnis Zahnradbahn

Geschichte

Die Geschichte der Drachenfelsbahn

1882 - 1888 November 1882:
Die Deutsche Lokal- und Straßenbahngesellschaft beginnt mit den Bauarbeiten zur Drachenfelsbahn nach den Plänen des Ingenieurs Riggenbach. Insgesamt müssen 23.000 Kubikmeter Erdreich bewegt sowie 4537 Meter Kubikmeter Mörtelmauerwerk und 1211 Kubikmeter Trockenmauerwerk hergestellt werden. Es entstehen bis zur Inbetriebnahme der Drachenfelsbahn am 17.07.1883 Kosten von rund 617.000 Mark.

November 1883:
Die Drachenfelsbahn befördert in diesen wenigen Monaten (an 127 Betriebstagen) insgesamt 62.480 Personen.

Mai 1888:
Nach dem erfolgreichen Start der Drachenfelsbahn wird auch der Petersberg durch den Bau einer Zahnradbahn erschlossen. Diese ist im April 1889 fertig und feiert anfänglich einige Erfolge. Durch den späteren Bau einer Fahrstraße auf den Petersberg und die schlechte Erreichbarkeit des Talbahnhofs lässt ihre Beliebtheit aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach. 1958 wird der Betrieb der Petersberger Zahnradbahn eingestellt.

März 1913:
Ferdinand Mülhens, der Inhaber von „4711 – Echt kölnisch Wasser“, kauft das Bergbahnunternehmen von der Deutschen Lokal- und Straßenbahngesellschaft.

Juli 1923:
Die Petersberger und die Drachenfelser Zahnradbahn werden unter dem Namen „Bergbahnen im Siebengebirge AG“ mit der Genehmigung der Reichsbahndirektion zusammengelegt.

September 1939:
Der Beginn des 2. Weltkriegs hat erheblichen Einfluss auf den Bahnbetrieb. Trotz wesentlicher Einschränkungen während der ersten Kriegsjahre wird der Betrieb allerdings nie eingeschränkt.

1945 bis 1947:
Der Betrieb musste eingestellt werden, da der Krieg große Schäden verursacht hatte. Am 14. April 1947 wurde die Wiederzulassung genehmigt.
Nach dem Krieg stellen zurückgekehrte Kriegsgefangene und Helfer aus der Region den ursprünglichen Zustand der Bergbahnen wieder her.

1951:
Die Talstation wurde neugebaut.

1952:
Im April bekam die Firma BBC in Mannheim den Auftrag, die Drachenfelsbahn elektrisch auszurüsten.

Juli 1953:
Beginn der Umstellung der Bahn auf elektrischen Antrieb.

März 1955:
Nach 72 Jahren beginnen Elektrotriebwagen die Dampftriebwerke abzulösen. Allerdings verrichten die Dampfloks noch bis 1960 ihren Dienst am Berg.

Juli 1957:
Der Bahnhof in der Talstation wird umfassend umgebaut und renoviert. Er bekommt seine bis heute erhaltene Charakteristik durch Beton, Stahl und Bruchsteinwände. Die Besucher bekommen durch eine neuartige Dachkonstruktion, die zu den Seiten offen ist, geringen Schutz vor Wind und Wetter.

September 1958:
Am 14. September um 18:45 Uhr entgleiste bei der letzten Talfahrt ein Dampfzug der Drachenfelsbahn wegen überhöhter Geschwindigkeit. Dabei riss die umstürzende Lokomotive einen der drei vollbesetzten Vorstellwagen mit. Der zweite fuhr in den verunglückten ersten Wagen, der dritte Wagen konnte zum Stillstand gebracht werden. Der Fahrbetrieb wurde sofort bis auf weiteres eingestellt.

März 1959:
Der Betrieb der Bahn durfte am 14. März wieder aufgenommen werden, jedoch nur rein elektrisch mit den beiden Triebwagen ET2 und ET3.

 

November 1999:
Die Modernisierung der Elektrotriebwagen beginnt. Die Arbeiten werden im Jahr 2001 abgeschlossen.

Januar 2004:
Die Stadt Königswinter und die Bergbahnen im Siebengebirge AG planen den Umbau der Talstation zu einer Kombination aus Bahnhof, Touristeninformation und Ausstellungsstätte. Architekt Michael C. Deisenroth entwirft in nur drei Monaten ein Konzept, welches die drei Teile unter einem Dach vereint. Der „Drachenfels Tourismus-Bahnhof“ wird auf dem Papier geboren.

Oktober 2004:
Die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen beginnen. Insgesamt steht für die Veränderungen ein Budget von 1,97 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe wird zu gleichen Teilen von der Bergbahnen im Siebengebirge AG und dem Bund (im Rahmen des „Bonn-Berlin-Ausgleichs“) getragen.

März 2005:
Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen. Der „Drachenfels Tourismus-Bahnhof“ eröffnet unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Wolfgang Clement seine Pforten für die Bevölkerung.

2008:
Die Drachenfelsbahn feiert ihr 125jähriges Jubliläum.

2010 – 2011
Die Mittelstation erhält ein neues Gesicht.

2012 - 2013
Neugestaltung der Bergstation im Zuge der Erneuerung des Bergrestaurants.

2018
135 Jahre Drachenfelsbahn

September 2018
Aus Anlass des Unglückes vom 14. September 1958, mit 17 Toten und 112 Verletzten, hat die Bergbahnen im Siebengebirge AG am 14. September 2018 um 18:30 Uhr eine Gedenkfeier an der Talstation der Drachenfelsbahn zum 60. Jahrestag des Geschehens veranstaltet.

Bei dieser Gedenkfeier wurde zur Erinnerung eine handgeschmiedete Eisenstatue an der Außenwand der Talstation enthüllt. Sie stellt den römischen Gott Merkur dar. Merkur gilt als der Gott des Verkehrs, der Reisenden und der Wissenschaft. Er verkörpert die geistige Beweglichkeit, die nach dem Unglück 1958 zu umfangreichen Überlegungen und Änderung in allen Sicherheitsbereichen und Materialien führten.

Die Statue ist ca. 2 m hoch und wurde von dem Königswinterer Künstler Burkhard Mohr geschaffen.

2019
Knapp 136 Jahre nach ihrer Jungfernfahrt steht der Tacho der ältesten Zahnradbahn Deutschlands bei mehr als drei Millionen Gesamtkilometern Laufleistung.

März 2020
Wegen der beginnenden Coronapandemie stellte die Drachenfelsbahn, zum Schutz der Gäste, der Mitarbeiter und aus Mithilfe zur Eindämmung der Pandemie, ihren Fahrbetrieb am 16. März ein.

Mai 2020
Nach einigen Schwierigkeiten konnte der Fahrbetrieb am 30. Mai, unter den Auflagen der Coronaschutzverordnung, wieder aufgenommen werden

Geschichte erleben - 135 Jahre Drachenfelsbahn

We use cookies on our website. Some of them are essential for the operation of the site, while others help us to improve this site and the user experience (tracking cookies). You can decide for yourself whether you want to allow cookies or not. Please note that if you reject them, you may not be able to use all the functionalities of the site.