FOTOAUSSTELLUNG - Tafel 3

Peter Paul Mülhens im „Unterpark“ des Wintermühlenhofs um 1900


Im Hintergrund erhebt sich der Petersberg, den sein Vater Ferdinand ab 1896 beginnt zu erwerben. Das Plateau mit Hotel wird erst 1911 in seinen Besitz übergehen. Peter Paul Mülhens übernimmt bereits 1900 die Geschäfte seines Vaters Ferdinand Mülhens in Köln. Er ist 25 Jahre alt und vierter Firmeninhaber. 1892 erlebt er auf dem Wintermühlenhof die Festlichkeiten zum 100sten Firmenjubiläum von „4711“, die nicht in Köln, sondern auf dem Gut in Königwinter begangen werden. Er wird sich nie annähernd wie sein Vater dem Siebengebirge verbunden fühlen.

Peter Paul Mülhens um 1900 (1875-1945)


Nach dem Tode seines Vaters Ferdinand 1928 erbt Peter Paul Mülhens die Firma „4711“ in Köln, den Wintermühlenhof in Königswinter mit allen Ländereien und den Petersberg mit seinem Hotelbetrieb, sowie die Bergbahnen im Siebengebirge AG, mit den Bahnen auf den Drachenfels und den Petersberg.

„Um die ersten Voraussetzungen zur Umgestaltung zu schaffen, gab Herr Mülhens den Auftrag, das dem Wintermühlenhof eigene Gepräge als Herrensitz zurückzudrängen, insbesondere das Herrenhaus und die Parkanlagen nur notdürftig zu unterhalten, alle unrentablen Einrichtungen entweder zu beseitigen oder sofern dies möglich war, dieselben durch Verbesserungen oder Umgestaltungen in rentable Betriebsabteilungen umzuwandeln.“  

(Bericht Direktor Wetzels am 1.06.1946)

Maria Walburga Stockhausen September 1901 (1881-1959)


Peter Mülhens heiratet Maria Walburga Stockhausen 1909. Für Maria Walburga ist es die zweite Ehe. Sie bringt eine Tochter Renate mit in die Verbindung.

Im gleichen Jahr erwirbt Peter Paul Mülhens Burg Röttgen bei Köln. Es wird der Hauptwohnsitz der jungen Familie. Peter Paul setzt sich durch den Erwerb der eindrucksvollen Immobilie nahe dem Firmenhauptsitz in Köln klar von seinem Vater und dessen zurückgezogenen Lebensstil im Siebengebirge ab. Ab 1924 baut er hier eine der bis heute erfolgreichsten Vollblutpferdezuchten Deutschlands auf

Burg Röttgen, Luftaufnahme von 1935

Die Kinder von Peter Paul und Maria Walburga Mülhens


von links: Luise (1914- 1990), Hans (1916- 1945), Maria (1912-1985) und der erstgeborene Sohn Ferdinand (II) (1911- 1938)


Die vier Kinder werden auf Burg Röttgen geboren und wachsen behütet auf.

1936 Ferdinand (II) heiratet Amelie Haasen 


Als erstgeborener Sohn sollte er die Geschäftsleitung der Firma „4711“ übernehmen. 1936 heiratet er Amelie Haasen, eine junge Kölnerin. Der gemeinsame Sohn Ferdinand (III) kommt 1937 zur Welt. Nachdem ihr Mann Ferdinand (II) 1938 mit nur 26 Jahren wegen einer Diphterie Erkrankung verstirbt, verlässt Amelie Haasen um dem Regime zu entfliehen Deutschland und lässt ihr erst einjähriges Kind Ferdinand (III) zurück bei seinen Großeltern Maria Walburga und Peter Paul Mülhens auf Schloss Röttgen. (Anm.: aus heutiger Sicht scheint es, als habe das Zurücklassen Ferdinand (III) das Leben gerettet. Amelie’s Schicksal ist weitläufig unbekannt, jedoch gibt es Hinweise, dass sie 1943 in Indochina interniert stirbt) 

Hans Mülhens


Hans ist der jüngste der 5. Generation. Nachdem sein älterer Bruder Ferdinand (II) bereits 1938 stirbt, ist er die Hoffnung der Familie. Nahe Wesel, am Niederrhein fällt er an der Front im März 1945. Sein Vater Peter Paul ist bereits schwer krank und erfährt nichts vom Tode seines jüngsten Sohnes. Als Hans Mülhens stirbt ist er unverheiratet und kinderlos.

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Text von F. Streve-Mülhens Achenbach.

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